Thema - ein oder mehrere Elektroautos in Ihrer Garage laden:
Das Thema Elektromobilität steht unstrittig im Raum, und so lange hier kein "Plan B" spruchreif ist, kommt man früher oder später wohl daran auch nicht vorbei. Aber, nicht alles was in der Werbung versprochen wird, ist korrekt - sehr oft wird den gutgläubigen Menschen auch hier alles andere als die Wahrheit erzählt - man könnte dies mit den von den Fahrzeugherstellern angegebene Verbrauswerten bei Verbrennern (Benzin- und Dieselfahrzeugen) vergleichen, die wohl kaum jemand in der Praxis erreicht. Man vermittelt den Leuten auch oftmals den Eindruck, dass man elektrisch absolut gratis fährt. Ganz ist dem nicht so!
Grundsätzlich sind Sie natürlich fein raus, wenn Sie ein eigenes Grundstück besitzen - noch dazu eine Garage haben. So könnten Sie mit Solarmodulen auf dem Haus oder der Garage Ihren eigenen Strom erzeugen. Abgesehen von den Kosten für diese Module (inkl. Verkabelung und Stromspeicher), fahren Sie dann schon "gratis"! Der Besitzer eines Straßenparkers ist hier ehrlicherweise "übel" dran, wenn er ein E. - Auto kauft und dies nicht zu Hause oder an einem anderen geeigneten Ort (z.B. in der Firma), regelmäßig aufladen kann.
An einer öffentlichen Ladestadtion ist Strom teuer! Fallen Sie hier auch nicht auf Werbesprüche herein, welche Ihnen schmackhaft machen wollen, dass dafür zu Hause eine normale Stackdose mit 230V vollkommen genügt. Das geht wohl, aber es geht nicht gut! So besteht schon die Gefahr, dass das relativ schwache Kabel zur Steckdose überhitzt und das Laden dauert sehr, sehr lange. Unsere Haushaltssteckdosen sind für hohe Dauerbelastungen nicht gedacht - das heißt, die angegeben maximalen Werte von 3,5 - 3,7kW (16A) werden als Spitzen zwar erreicht, aber nicht dauerhaft verkraftet. Hier laufen Sie Gefahr, dass sogar ein Brand entstehen kann. Und, zu langsames Laden hilft dem PKW - Akku nicht und verbraucht auch mehr Strom! Der Ladevorgang selbst benötigt Strom - diese Energie geht dann einfach verloren!
Dies ist auch rechnerisch schnell erklärt. Die Batterie einmes durchschnittlichen Elektroautos setzen wir einmal mit 40 Kilowattstunden an. Natürlich haben z.B. der Audi e-tron GT quattro oder der Jaguar I‑PACE Batterien um die 100 Kilowattstunden, die meisten "Durchschnitts- PKW`s" haben aber kleineren Batterien. Bleiben wir also beim Durchschnitt "40"! Wenn Sie hier mit der Haushaltssteckdose über längere Zeit mit 2,5 kW laden, würde eine volle Ladung 12 - 14 Stunden dauern! Das ist zu lange und für den täglichen Gebrauch eher untauglich!
Wenn Sie also evtl. irgendwann ein Elektroauto planen oder sich diese Möglichkeit offen lassen wollen, raten wir immer, in der Garage vorsorglich wenigstens eine Kraftsteckdose vorzusehen. Uns ist kein Anbieter für E. - Autos bekannt, welcher kein "Adapterkabel" von "Kraft" zum PKW anbietet, so stecken Sie dieses nur in die Kraftsteckdose - selbst das Anklemmen eines "festen" Ladekabels wäre dann nicht das große Problem - natürlich wäre eine Kraft-Unterverteilung noch besser. Die meisten Hersteller bieten für ihre Fahrzeuge passende ICCB - Kabel an, wenn sie nicht ohnehin den E-Autos beiliegen.
Eine sogenannte Wallbox ist eigentlich erst mal nichts anderes. Man unterscheidet hier zwischen "dummen" und "intelligenten" Modellen. Die erste Version ist grundsätzlich ähnlich Ihrem Adapterkabel - nur das das Kabel eben immer schon fest angeschlossen ist und Sie das Adapterkabel „nicht erst aus dem Kofferraum holen müssten“. Eine intelligente Wallbox ist i.d.R. etwas schneller, vor allem aber sicherer. Die beste Lösung wäre hier, diese an einer geeigneten Stelle an der Garagenwand zu befestigen und diese gleich fest mit einer Kraft - Unterverteilung zu verbinden.
Bevor Sie aber eine solche Wallbox erwerben, prüfen Sie (z.B. durch einen Elektriker), dass der Hausanschluss und die Verbindungskabel zur Wallbox die relativ hohe Leistung, welche diese dann abruft, auch verkraftet. Moderen Wallboxen können bis ca. 24kW Leistung verarbeiten (dann ca. 2 Stunden Ladezeit) - das ist schon mal eine Hausnummer. Gerade bei älteren Häusern (älteren Hausanschlüssen) wäre das u.U. "alles was Sie haben" und somit zu viel! Also - nicht alle Hausanschlüsse / Zuleitungen verkraften dies.
Intelligente Wallbox - Modelle steuern den Ladestrom und haben zusätzliche Sicherheitseinrichtungen, wie einen FI - Schalter, der Überspannungen überwacht und bei Fehlern das Laden abbricht. Sie können sogar aus der Ferne mit einer App gesteuert und überwacht werden, eine Zeitsteuerung ist ebenfalls möglich. Weniger ins Gewicht fällt hier, dass sie auch mit Zugriffscodes oder Chipkarten aktiviert oder eben gesperrt werden können - was aber in einem "privaten Parkhaus" kaum von Bedeutung ist.
Nicht wenige E. - Auto - Anbieter wollen den Kunden schmackhaft machen, dass eine normale Steckdose mit 230V / 16A vollkommen genügt, um Ihr Auto zu laden. Das geht wohl in der Theorie, es geht auch in der Praxis - aber es geht nicht gut! So besteht schon die Gefahr, dass das relativ schwache Kabel zur Steckdose überhitzt und das Laden dauert dann auch sehr, sehr lange.
Unsere Haushaltssteckdosen sind für hohe Dauerbelastungen nicht gedacht - das heißt, die angegeben maximalen Werte von 3,5 - 3,7kW (16A) werden als Spitzen zwar erreicht, aber nicht dauerhaft verkraftet. Als Dauerlast sind maximal 10 A / 2,3kW angedacht. Hier laufen Sie ansonsten Gefahr, dass sogar ein Brand entstehen kann. Und, zu langsames Laden "schont" dem PKW - Akku nicht - im Gegenteil, so verbrauchen Sie auch noch mehr Strom! Der Ladevorgang selbst benötigt Strom - diese Energie geht dann verloren! Gleiches gilt prinzipiell für sogenanntes "einphasiges Laden" - also eine "einphasige Wallbox". Auch hier der Nachteil, dass Laden dauert viel zu lange - wärend dreiphasige Wallboxen (11 oder 22kW) in 4 oder 2 Stunden Ihren PKW - Akku vollständig gefüllt haben - müssen Sie bei einphasigen Wallboxen wohl morgens lange schlafen, um den Akku wenigstens über 80% geladen zu haben. Man kann das natürlich machen, wenn das tolle E.- Auto meist nur werbeintensiv für die Nachbarn auf dem Grundstück steht - wer damit aber oft fahren will - für den ist das nix...!
Achten Sie beim Kauf eines Elektroautos also darauf, dass das Fahrzeug über eine dreiphasigen Ladung verfügt (400V - Stromanschluß erforderlich) und somit die schnellste Form des Ladens bietet. Die Ladeleistung beträgt dann i.d.R. 11kW bzw. 22kW. Und in Ihre Garage planen Sie eine entsprechende Zuleitung - hier wäre die von uns angebotene Kraft - Unterverteilung für den Anschluß einer Wallbox oder den direkten Anschluß über eine Kraftsteckdose und ein Ladekabel wohl ideal...!